grosshandel-bw und das Ferdinand-Steinbeis-Institut haben eine Toolbox zur Gestaltung des digitalen Wandels im Großhandel vorgestellt.

„Es geht darum, sich zu überlegen, welchen Nutzen für Kunden und Partner man in Zukunft stiften kann. Technologien, wie beispielsweise Online-Plattformen, sind hier nur der Befähiger und sollten erst im zweiten Schritt passend ausgesucht werden“, fasste Prof. Heiner Lasi, Leiter des Fredinand-Steinbeis-Instituts, seine Botschaft an die Teilnehmer der Veranstaltung zur Zukunft des Großhandels in Stuttgart am 21.05.2019 zusammen.

Als Ergebnis eines einjährigen Forschungsprojekts, welches vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg gefördert wurde, stellten grosshandel-bw und das Ferdinand-Steinbeis-Institut eine Toolbox vor, die Großhändler bei der Gestaltung und bei der Suche nach der richtigen Transformation unterstützen sollen. Die Toolbox basiert auf analogen und digitalen Fähigkeiten des Großhandels, die im Forschungsprojekt analysiert und geclustert wurden. Anhand von drei Praxisbeispielen demonstrierten Unternehmensvertreter den Veranstaltungsteilnehmern die Funktionsweise der Toolbox sowie ihre individuellen Wege zur Transformation. Dabei waren sich die Referenten einig, Digitalisierung als Selbstzweck ist zum Scheitern verurteilt. Es geht darum, zunächst einmal eine Idee zu entwickeln, wie in Zukunft, auch unter Nutzung der digitalen Chancen, dadurch Wertschöpfung generiert werden kann, dass Kunden und Partnern Nutzen gestiftet werden kann. Insbesondere am Beispiel der Beyerbach GmbH, das von deren Geschäftsführer, Dr. Daniel Werth, vorgestellt wurde, wurde ersichtlich, dass branchenübergreifende Unternehmensnetzwerke, die gemeinsam neue digitale Wertschöpfung betreiben, eine große Chance gerade für Großhändler bieten. Auch Peter Meißner, Geschäftsführer der Beschläge Koch GmbH, der sich und der Transformation seines Unternehmens in die Karten schauen ließ, stellte den Kundennutzen in den Vordergrund und betonte, wie wichtig im Rahmen der Transformation auch der Faktor Personal und die Einbindung der Belegschaft sei.

Ulrich Gutting, Präsident von grosshandel-bw, überbrachte Frau Staatssekretärin Katrin Schütz seinen großen Dank für die Unterstützung des Ministeriums, ohne die das Projekt nicht möglich gewesen wäre.

Die Toolbox stieß bei den Teilnehmern auf großes Interesse und weckte den Wunsch, bei deren Anwendung auch in Zukunft unterstützt zu werden. „Wir werden die Unternehmen sehr gerne auch in Zukunft bei der Transformation unterstützen. Aktuell werden Workshops vorbereitet, die den Netzwerkgedanken aufnehmen sollen und auf der Toolbox basieren. Parallel plant der Verband in Zusammenarbeit mit der Steinbeis Digital GmbH in Zukunft auch individuelle Unterstützungsleistungen für die Firmen bei der Anwendung der Toolbox“, versicherte Boris Behringer, Hauptgeschäftsführer von grosshandel-bw, den Teilnehmern.

Die Impressionen, Präsentationen und den Videomitschnitt vom 21. Mai 2019 finden Sie unter https://www.grosshandel-bw.de/transformation/ . Hierunter können Sie ebenfalls die Toolbox erwerben.