Seit Pandemiebeginn leisten deutsche Unternehmen einen erheblichen Beitrag zur Pandemiebekämpfung. Hierzu zählt auch eine große Bereitschaft zur Durchführung von Corona-Tests in den Betrieben.

Die Corona-Pandemie zählt wohl zu den größten Bewährungsproben seit dem Bestehen der Bundesrepublik Deutschland. Die wirtschaftlichen Schäden sind immens. Dies verdeutlicht der Einbruch des BIP im vergangenen Jahr, die massive Zunahme von Kurzarbeit und die gestiegene Arbeitslosigkeit. Besonders in Zeiten von Lockdowns kämpfen Betriebe, Unternehmen und Konzerne – sogar ganze Branchen – um ihr Überleben.

Trotzdem, oder gerade deswegen, nehmen deutsche Unternehmen ihre gesamtgesellschaftliche Verantwortung sehr ernst und leisten von Beginn an einen entscheidenden Beitrag zur Pandemiebekämpfung.

Der zum Download bereitstehende Sachstandsbericht von BDA, BDI, DIHK und ZDH zeigt deutlich, dass die Unternehmen die Teststrategie der Bundesregierung auf breiter Basis unterstützen.

Der gemeinsame Appell der Spitzenverbände an Ihre Mitglieder vom 09. März 2021, vorhandene Testkapazitäten auszuweiten, zeigt eine deutliche Resonanz. Bereits bis zum 17. März 2021 folgten auf freiwilliger Basis schon 80 % der Großbetriebe und der Industrie. Inzwischen (Stand 31. März 2021) sind es 91 % der Großbetriebe und der Industrie, die freiwillig Tests durchführen oder mitten in der Vorbereitung zu einer solchen Durchführung stecken. Dabei ist die Abgabe von Schnelltests an Betriebe ohne medizinisches Personal erst seit der Änderung der Medizinproduktabgabeverordnung vom 16. März 2021 überhaupt möglich.

Insgesamt nehmen inzwischen (Stand 31. März 2021) 87 % der Unternehmen und Betriebe im Allgemeinen an der Teststrategie teil.

Die Zahl der Betriebe, die ihren Mitarbeitern freiwillig Testangebote machen können, wird umso schneller steigen, je mehr die verbleibenden Herausforderungen bekämpft werden. Hierzu zählen nach wie vor die noch knappe Marktlage, welche für ein flächendeckendes Testangebot essenziell ist, sowie zeitliche Verzögerungen bei der Lieferung der Tests, u. a. aufgrund von Warenstaus an Zollstationen der Import-Flughäfen.

Auch die Integration solcher Tests in den betrieblichen Ablauf und die damit einhergehende Kostenlast für die Unternehmen darf nicht unterschätzt werden. „Bei einem zweimaligen Testangebot pro Wochen für alle in Präsenz Beschäftigten und bei vollständiger Annahme dieses Angebots werden bis zu 37,8 Mio. Tests pro Woche benötigt. Alleine schon bei einem freiwilligen zweimaligen Testangebot mit Selbsttests für alle in Präsenz Beschäftigten […] fallen Zusatzkosten in Höhe von bis zu 340 Mio. € pro Woche an. Bei professionellen Poc-Antigen-Schnelltests liegen die Zusatzkosten schon bei bis zu 756 Mio. € pro Woche. Rechnet man noch die Arbeits- und Lohnnebenkosten der Beschäftigten für die Zeit der Testung hinzu, summieren sich die Kosten auf bis zu 0,76 Mrd. € bzw. bis zu 1,18 Mrd. € pro Woche.“ heißt es hierzu auf Seite 10 des gemeinsamen Sachlageberichts der Spitzenverbände vom 04.04.2021.

Die zum Teil noch fehlende Bereitschaft der Belegschaft an solchen Tests teilzunehmen, tut ihr Übriges dazu.

Deswegen leisten die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft BDA, BDI, DIHK und ZDH einen wichtigen Beitrag, indem sie u. a. flächendeckend über die gemeinsame Internetseite www.wirtschafttestetgegencorona.de alle Unternehmen und Betriebe Deutschlands informieren, Schulungen und Beratungen anbieten und Best-Practice-Beispiele bereitstellen.

Auch grosshandel-bw berät seine Mitglieder tatkräftig zu den aktuellen Herausforderungen im Umgang mit Corona-Tests. Mit dem gemeinsamen Hashtag #WirtschaftTestet wird zudem in den sozialen Medien mobil gemacht.

All das zeigt: der Schlüssel zum Erfolg liegt nicht in einer Verordnung oder Testpflicht.

Vielmehr müssen Politik, Wirtschaft und Privatpersonen gemeinsam an einem Strang ziehen, um verbleibende Herausforderungen gemeinsam meistern und schnellstmöglich zu einem normalen Leben zurückkehren zu können.

#WirtschaftTestet

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