Die Großhandelsumsätze fielen im Mai 2020 weiter deutlich.

Infolge der Corona-Pandemie gehen die Großhandelsumsätze weiter zurück, und die Zahl der Beschäftigten sinkt. Die Großhandelsumsätze weisen im Mai 2020 nach dem Einbruch von April zum zweiten Mal in Folgen einen deutlichen Rückgang aus. Nominal fielen die Umsätze um -10,3 Prozent und real war ein Wert von -6,6 Prozent zu verzeichnen. Die Beschäftigung sank um -0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit ging die Zahl der Beschäftigten um rund 5.000 auf 1.953.000 zurück. Der Rückgang spiegelt sich deutlich auf dem Arbeitsmarkt. Im Juli waren mit 2,910 Millionen mehr Menschen ohne Arbeit als im Durchschnitt der ersten drei Monate (2,386 Millionen).

In beiden Großhandelszweigen sanken die Umsätze im Mai weiter deutlich, wobei der Rückgang im Produktionsverbindungshandel deutlich ausgeprägter verlief. Dieser verzeichnet einen Rückgang nominal um -15,8 Prozent und real um -8,3 Prozent. Der Großhandel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik erweist sich dabei mit einem Rückgang nominal um -1,6 Prozent und einem Zuwachs von real 3,2 Prozent auf Grund der Nachfrage nach IT-Lösungen noch als robust, während der Großhandel mit Maschinen und Anlagen und auch der Sonstige Großhandel nominal und real deutliche Rückgänge verkraften müssen. Im Konsumgütergroßhandel sind die Umsätze auch zurückgegangen, im Vergleich allerdings nominal mit -4,3 Prozent und real mit -4,9 Prozent verhaltener. Dabei konnte der Großhandel mit Lebensmitteln und Getränken nominal noch ein Umsatzplus verzeichnen, während sich die anderen Bereiche nominal und real nahe am Durchschnitt entwickelten.

Die Auswirkungen der Corona-Krise beeinflussen die volkswirtschaftliche Entwicklung massiv. Während sich bereits im vergangenen Jahr die Anzeichen nachlassender Dynamik verstärkten, hat die Corona-Pandemie und ihre Folgen zu einem deutlichen Einbruch der Wirtschaftsleistung geführt. In der Grafik des Monats zeigt die Entwicklung des realen Bruttoinlandsprodukts diesen Einbruch deutlich. Im Winterquartal 2019 ist die deutsche Wirtschaft noch real um 0,2 Prozent gewachsen, im ersten Quartal 2020 war ein Rückgang von 1,8 Prozent zu verzeichnen. Im zweiten Quartal ist das reale BIP um 11,7 Prozent zurückgegangen. In den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob sich die ersten Signale einer Trendwende festigen und sich eine wirtschaftliche Erholung abzeichnet.

Grafik des Monats

 Quelle: Statistisches Bundesamt; Grafik: BGA

Quelle: Statistisches Bundesamt; Grafik: BGA

Die Zahlen im Detail können nachfolgend oder im Downloadbereich unter Zahlenmaterial eingesehen werden.

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