Die Umsätze des Großhandels sind im Dezember 2018 im Vorjahresvergleich gesunken. Die Prognose des BGA erwartet für 2019 real eine schwarze Null.

Die Großhandelsumsätze sind im Dezember 2018 nominal um -1,8 Prozent und real um -3,7 Prozent gesunken. Nach zwei Monaten mit positiven Werten in Folge sinken die Umsätze damit im Vorjahresvergleich. Die Beschäftigung nahm dagegen weiter zu. Sie stieg um 1,6 Prozent auf 1.955 Millionen Beschäftigte. Die Großhandelspreise zogen im Februar 2018 um 1,6 Prozent an. Der Geschäftsklima-Indikator des ifo Instituts für den Großhandel sinkt für den Monat Februar 2019 leicht.

Im Produktionsverbindungshandel entwickelte sich der Umsatz deutlich von nominal -2,8  Prozent und real -5,9 Prozent zurück. Innerhalb des Produktionszweiges waren vor allem der Großhandel mit landwirtschaftlichen Grundstoffen (real -11,2 Prozent) und der Großhandel mit Maschinen und Ausrüstungen (real -6,1 Prozent) betroffen. Der Konsumgütergroßhandel schließt sich dieser Entwicklung an, jedoch in abgeschwächter Form. Nominal gingen die Umsätze um 1,5 Prozent zurück, real um 2,3 Prozent. Dabei musste vor allem der Großhandel mit Lebensmitteln und Getränken ein deutliches reales Minus hinnehmen (-3,1 Prozent).

Die Großhandelsumsätze stiegen im Jahr 2018 um nominal 3,6 Prozent und real um 1,0 Prozent. Gegenüber dem besonders erfolgreichen Jahr 2017 stellt dies in der Entwicklung mehr als eine Halbierung der Wachstumsraten dar. Der Unterschied zwischen realen und nominalen Umsätzen ist ein maßgeblicher Trend, der sich auch in der aktuelleren Umsatzentwicklung im Großhandel weiter fortsetzt (Grafik des Monats). Die Grafik betrachtet die Wachstumsraten des Umsatzes im Vergleich zum Vorjahresquartal. Ursächlich für die auseinander laufende Entwicklung sind die steigenden Preise. Der BGA sieht in den steigenden Großhandelspreisen vor allem den externen Druck aus der Wertschöpfungskette. Sowohl die Erzeuger- als auch die Energiepreise steigen seit geraume Zeit. Für das Jahr 2019 geht der BGA davon aus, dass die Großhändler weiterhin ein nominales Umsatzplus von 2,5 Prozent erwirtschaf­ten. Real jedoch geht er mit 0,1 Prozent faktisch von einer schwarzen Null aus. Von der allgemein nachlassenden Konjunktur wird auch der Großhandel erfasst.

Grafik des Monats

Quelle: DESTATIS, Grafik: BGA

Quelle: DESTATIS, Grafik: BGA

 

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