Die Großhandelsumsätze sind im März 2019 nominal um 1,8 Prozent gestiegen. Real verzeichneten die Umsätze mit 0,1 Prozent eine schwarze Null.

Nach einem robusten Start in das Jahr 2019 erhält der Großhandel damit einen ersten Dämpfer, auch wenn die Großhändler insgesamt im ersten Quartal nominal 4,0 Prozent und real 2,5 Prozent mehr umsetzten. Die Beschäftigung nahm um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Die Großhandelspreise stiegen im Mai um 1,6 Prozent. Der Geschäftsklima-Indikator des ifo Instituts für den Großhandel trübt sich für die weitere Entwicklung spürbar ein.

Die Umsätze in den einzelnen Wirtschaftszweigen entwickelten sich uneinheitlich. Im Produktionsverbindungshandel stiegen die Umsätze nominal um 2,9 Prozent und real um 0,6 Prozent. Besonders der Großhandel mit Maschinen und Ausrüstungen konnte nominal um 4,0 Prozent und real um 2,0 Prozent zulegen. Im Konsumgütergroßhandel steigen die Umsätze dagegen nominal nur um 0,2 Prozent und sind real sogar um 0,8 Prozent gesunken. Einzig der Großhandel mit Ge- und Verbrauchsgütern konnte sich mit einem realen Umsatzanstieg von +2,9 Prozent davon absetzen.

Im Großhandel deutet die aktuelle Entwicklung der Lagerbestände und Aufträge auf eine weiter schwieriger werdende Entwicklung. Nach den jeweiligen Indices des Ifo-Instituts beurteilen die Großhändler im Mai 2019 die Lage für 2019 zunehmend schwieriger. Die Bewertung der Lagerbestände weist seit Mai 2018 eine schleichend zunehmende Tendenz aus (+6 Punkte) und die Beurteilungen der Bestellpläne weisen einen drastischen Rückgang vor (-10,7 Punkte). In dieser auseinandergehenden Schere sieht der BGA ein kritisches Signal für die Entwicklung im Großhandel. Um weiteres Umsatzwachstums zu signalisieren, müssten die Vorzeichen der Indikatoren umgekehrt tendieren. Gründe für diese eingetrübte Einschätzung sieht der BGA besonders in der allgemein abflachenden Konjunktur in Deutschland. Die jüngsten Konjunkturindikatoren deuteten zwar auf eine Abschwächung bei der wirtschaftlichen Eintrübung. Dies bedeutet jedoch auch, dass sich am aktuellen Status Quo derzeit keine Änderung abzeichnet.

Grafik des Monats

Quelle: DESTATIS, Grafik: BGA

Quelle: DESTATIS, Grafik: BGA

 

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