Küpper: „Die vom Bund für diese Legislaturperiode zugesagten 3,5 Milliarden Euro müssen jetzt rasch an die Schulen fließen“.

Die baden-württembergischen Arbeitgeberverbände begrüßen die Einigung von Bund und Ländern auf ein pragmatisches Verfahren zur Umsetzung des ‚Digitalpakts Schule‘. „Wir sind froh, dass sich Bundestag und Bundesrat im Vermittlungsausschuss nun endlich einigen konnten. Das war überfällig“, sagte der für Bildungsfragen zuständige Geschäftsführer bei den Arbeitgebern Baden-Württemberg, Stefan Küpper, am 21.02.2019 in Stuttgart: „Wichtig ist, dass die vom Bund für die Digitalisierung der Schulen in dieser Legislaturperiode zugesagten 3,5 Milliarden Euro nach Abschluss des parlamentarischen Verfahrens auch wirklich rasch an die Schulen fließen.“ Die Bundesmittel dürften das Land jedoch nicht dazu verleiten, die eigenen Anstrengungen zurückzufahren. „Das Geld vom Bund sollte vielmehr mit eigenen Landesmitteln flankiert werden“, forderte Küpper.

Die Sicherstellung einer leistungsfähigen digitalen Infrastruktur an den Schulen sei angesichts der digitalen Transformation zwingend notwendig, sonst drohe Baden-Württemberg international auf längere Sicht der Abstieg, warnte der Vertreter des Spitzenverbandes der Arbeitgeberverbände im Südwesten. „Die Zeit drängt, denn die digitale Transformation ist in vollem Gang. Und bei aller Unterschiedlichkeit der Prognosen über deren Arbeitsmarkt-Auswirkungen ist eines sicher: Die Veränderungsgeschwindigkeit nimmt zu, die Geschäftsmodelle verändern sich grundlegend und der Prozess ist nicht mehr umkehrbar“, erklärte er.

Nicht zuletzt dank des berechtigten Einsatzes von Baden-Württemberg habe nun eine Lösung im Streit um den Digitalpakt gefunden werden können, „die nicht die Grundfesten des grundgesetzlichen Bildungsföderalismus erschüttert und damit die Hauptverantwortung für die Bildungspolitik bei den Ländern belässt“, lobte Küpper. Nun müsse es darum gehen, die Mittel vom Bund auch sinnvoll einzusetzen. „Dafür brauchen wir ein strukturiertes Verfahren, in dem Schulen und Schulträger gut abgestimmt die Digitalisierung der Bildungseinrichtungen vorantreiben“, sagte er. Wichtig sei zudem, dass das Lehrpersonal zielgenau fortgebildet werde. „Hierbei sollte auch auf Angebote außerschulischer Initiativen – unter anderem des von den Arbeitgeberverbänden getragenen Netzwerks SCHULEWIRTSCHAFT – zurückgegriffen werden“, so Küpper.