Ausbildungsreise des Wirtschaftsministeriums

Staatssekretärin Schütz bei Renfert GmbH zu Gast

Katrin Schütz, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau besuchte während ihrer dreitägigen Ausbildungsreise vom 01. bis 03.08.2017 zwölf ausgesuchte Betriebe vornehmlich aus dem Hotel- und Gaststättengewerbe sowie dem Handel. Sinn der jährlich stattfindenden Ausbildungsreise ist es, sich mit Inhaberinnen und Inhabern, Auszubildenden sowie Ausbilderinnen und Ausbildern auszutauschen. Direkt vor Ort informiert sich die Staatssekretärin über Herausforderungen und kreative Lösungsansätze bei der Gewinnung von Auszubildenden in mittelständischen Unternehmen.

Ausbildungsreise des Wirtschaftsministeriums – Staatssekretärin Schütz bei Renfert GmbH zu Gast
v.l.n.r.: Rose Köpf-Schuler, Wirtschaftsministerium; Staatssekretärin Katrin Schütz; Geschäftsführer Dr. Sören Rieger, Ausbildungsleiterin Tina Schwegler, DH-Studentin Katharina Feger, Ausbilder Jörg Fritz, alle Renfert GmbH; Prof. Dr. Claudius Marx, Hauptgeschäftsführer IHK Hochrhein-Bodensee; Ausbildungsbotschafter Dennis Rissler, Renfert GmbH; Boris Behringer, grosshandel-bw; Christine Merath, Wirtschaftsförderung Kreis Konstanz; Dorothea Wehinger, Mitglied des Landtages; Bürgermeister Rupert Metzler

Im Zuge der Ausbildungsreise 2017 war die Staatssekretärin am 02.08.2017 bei der Firma Renfert GmbH in Hilzingen, einem Mitglied von grosshandel-bw, zu Gast. Deren Geschäftsführender Gesellschafter, Dr. Sören Rieger, gab Einblicke in die Herausforderungen, vor denen mittelständische Betriebe bei der Rekrutierung von geeignetem Nachwuchs gerade bei Ausbildungsberufen stehen. „Wir müssen versuchen, die exzellenten Initiativen und Leuchtturmprojekte weiterzuführen und zu skalieren, um auf Dauer den großen Bedarf an Nachwuchs deutschlandweit decken zu können. Eine Lösung kann hier auch ein europäischer Denkansatz und damit die Rekrutierung von Auszubildenden aus den europäischen Nachbarländern sein, die eine höhere Jugendarbeitslosigkeit aufweisen“, stellte Dr. Sören Rieger im Rahmen des Gesprächs fest.

Renfert ist ein inhabergeführtes, mittelständisches Unternehmen, welches Geräte und Lösungen für Zahnärzte und Zahntechniker vertreibt. Bei insgesamt 195 Mitarbeitern am Standort beträgt die Ausbildungsquote des Unternehmens GmbH 10,9% und ist damit deutlich überdurchschnittlich. Insgesamt werden bei Renfert sieben Berufsbilder ausgebildet. Davon zwei duale Hochschulstudiengänge und fünf duale Berufsausbildungen.

Die Staatssekretärin lobte die Anstrengungen des Unternehmens zur Rekrutierung und Ausbildung junger Menschen und hob besonders das Engagement des Unternehmens im Rahmen der vom Wirtschaftsministerium geförderten Initiative zur Stellung von Ausbildungsbotschaftern hervor. Ausbildungsbotschafter sind Auszubildende, die in allgemeinbildenden Schulen – auch Gymnasien – ihre Berufe vorstellen und die Chancen einer betrieblichen Ausbildung erläutern und so dazu beitragen, dass beim Übergang von Schule in den Beruf die duale Ausbildung als attraktive Möglichkeit für junge Menschen fassbar gemacht wird. Renfert stellt Ausbildungsbotschafter zum in der Region Bodensee eher seltenen Ausbildungsberuf des Fertigungsmechanikers.

Die Teilnehmer des Gesprächs waren sich einig, dass der Stellenwert von dualen Ausbildungsberufen in der gesellschaftlichen Wahrnehmung dadurch gestärkt werden müsse, dass Ausbildungen attraktiv gehalten und neben Studiengängen als qualitativ hochwertige und mit hohen Berufschancen versehene Karrierechance empfunden werden.

Die Pressemitteilung des Wirtschaftsministeriums sowie Informationen zu den wichtigsten Initiativen des Wirtschaftsministeriums für die Berufsausbildung finden Sie nachstehend.

Chef0917AusbildungsreiseWmi (2.5 MiB)