Sozialpolitik – Krankheitszeiten

Die durchschnittliche Erkrankungsdauer in allen Branchen betrug im Jahr 2014 17,4 Tage. Für die Großhandelsbranche wurde ein Wert von 13,9 Tagen ermittelt.

Insgesamt lässt sich feststellen, dass die Zahl der Krankheitstage im langfristigen Trend angestiegen ist, Statistiker führen dies auch auf den angestiegenen Anteil Älterer am Erwerbsleben zurück. Im verarbeitenden Gewerbe wurde die höchste Anzahl an Fehltagen im Bereich Nahrung und Genuss festgestellt mit 17,8, im Maschinenbau betrug die Fehltagequote 14,2 Tage. Im Bereich der Dienstleistungen führte die Branche Postdienste die Statistik mit 22,4 Fehltagen an, die wenigsten Krankheitstage verzeichneten die Bereiche Verlage, Medien mit 9,8 Tagen.

Innerhalb der Bundesrepublik Deutschland ergibt sich ein regional sehr unterschiedliches Bild, während beispielsweise in Baden-Württemberg die Krankheitsquote je Pflichtmitglied der gesetzlichen Krankenkassen bei 13,1 Tagen im Jahr lag, betrug sie in den neuen Bundesländern zwischen 17,6 bis zu 20,4 Tagen. Die Krankheitsursachen lagen zu 26,8% bei Muskel- und Skeletterkrankungen, gefolgt von psychischen Störungen (15,7%) und Atmungssystemerkrankungen (13,2%). An vierter Stelle standen mit 10,9% Verletzungen und Vergiftungen, der Rest verteilt sich auf sonstige Erkrankungen.