Flüchtlingszuwanderung macht sich langsam am Arbeitsmarkt bemerkbar

Im März entwickelten sich die Arbeitslosenzahlen saisonüblich rückläufig. Allerdings stagniert der Rückgang gegenüber dem Vorjahr, der sonst jeweils in den März-Monaten der Jahre 2014 und 2015 festzustellen war.

Die Flüchtlingszuwanderung der vergangenen Monate macht sich langsam am baden-württembergischen Arbeitsmarkt bemerkbar. „Wir stellen zunehmend Arbeitslosmeldungen im Rechtskreis SGB II, bei den Arbeitslosen unter 20 Jahren und den arbeitslosen Ausländern fest“, erklärt Christian Rauch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit, die Arbeitsmarktzahlen. Menschen, deren Asylantrag bewilligt wird, beziehen Arbeitslosengeld II bis sie durch eine Arbeitsaufnahme in den Arbeitsmarkt integriert werden.

Auch im März 2016 zeigt sich der baden-württembergische Arbeitsmarkt stabil. Der Beschäftigungsaufbau und die Zahl der offenen Stellen liegen weiter deutlich über dem Vorjahr. Die Chance, Arbeitslosigkeit zu reduzieren und Flüchtlinge in Arbeit zu bringen ist da, wenn alle Arbeitsmarktakteure sie nun klug nutzen. Die Bundesagentur für Arbeit wird mit Qualifizierungen und intensiver Beratung zur Seite stehen.

Die Zahlen:

  • 233.955 Arbeitslose im März 2016
  • Quote sinkt auf 3,9 Prozent
  • Jugendarbeitslosigkeit bleibt bei 2,9 Prozent

Im Januar 2016 gab es im Land hochgerechnet 4.405.200 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, das sind 103.800 (plus 2,4 Prozent) mehr als im Vorjahr. Baden-Württemberg liegt damit nach Schleswig-Holstein, Bayern und Hessen auf Platz 4 bei den Flächenländern, gemeinsam mit Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Bundesweit ist ein Zuwachs von 2,4 Prozent zu verzeichnen.

Mit Blick auf das Vorjahr ist in allen Branchen ein Beschäftigungsaufbau festzustellen.